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EUSTITE-PROJEKT
Kurzbeschreibung des EUSTITE Projektes
Das EUSTITE Projekt (European Union Standards and Training for the Inspection of Tissue Establishments), das über einen Zeitraum von 3 Jahren von der Europäischen Kommission finanziert wird (http://www.eustite.org/), hat die Hauptzielsetzung, Standards und Methoden zu optimieren und aufeinander abzustimmen, die innerhalb der EU bei der Inspektion and Genehmigung von Gewebebanken entsprechend der Richtlinie 2004/23/EG Artikel 5, 6 und 7 von den Behörden anzuwenden sind.
Daneben soll ein gemeinsames System zur Definition, Klassifikation und Meldung von unerwünschten Nebenwirkungen und Reaktionen erarbeitet werden, das mit anderen bereits bestehenden weltweiten Systemen in Einklang steht. Das Projekt wird von einem Konsortium bestehend aus Repräsentanten von 11 EU-Mitgliedsstaaten und der WHO unter der Leitung des Nationalen Transplantationszentrums von Italien durchgeführt. Die WHO stellt das Bindeglied zu anderen weltweiten Entwicklungen auf dem Gebiet der Zellen-und Geweberegulation dar.
Das EUSTITE Projekt gliedert sich in mehrere Arbeitsgebiete, die von individuellen Partnern geleitet werden, und läuft seit 1. Dezember 2006. Ein erster Entwurf zu Inspektions-Leitlinien wurde der Kommission bereits übermittelt. In zwei Workshops mit europäischer und internationaler Beteiligung wurden die derzeit weltweit in Verwendung stehenden Definitionen, Klassifikationen und Meldungen von unerwünschten Nebenwirkungen und Reaktionen analysiert. In einer Umfrage wurden EU-weite Gewebe-und Zellinspektionssysteme und Regulationen erhoben und die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Vorgehensweisen erörtert.
Das EUSTITE Projekt Vigilanz und Überwachung
Das EUSTITE Teilprojekt Vigilanz und Überwachung wird unter Leitung der Spanischen Nationalen Transplantationsorganisation zusammen mit der WHO durchgeführt. Das medizinische Vigilanz und Überwachungs-Beratungskomitee setzt sich aus Repräsentanten der Projektpartner sowie international bekannten externen Experten auf Gebieten wie Virologie, Bakteriologie, hämatopoetische Stammzelltransplantation und Hämovigilanz zusammen.
Mit Projektbeginn wurde von der WHO ein Experte auf dem Gebiet der Epidemiologie beauftragt, derzeit innerhalb der EU sowie Nordamerikas verwendete Systeme zu Vigilanz und Überwachung von Gewebe-und Zelltransplantation zu beurteilen.
Bisher wurden zwei interaktive Treffen durchgeführt, um zu diskutieren, inwieweit derzeit bestehende Vorgehensweisen zu einem EU-weiten gemeinsamen Modell weiterentwickelt werden können. Während des ersten Treffens in Madrid im März 2007 wurden alle wesentlichen Bereiche für die Meldung von Nebenwirkungen und Reaktionen definiert.
Zum zweiten Treffen wurden mehr internationale Teilnehmer eingeladen, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass Gewebe und Zellen weltweit ausgetauscht werden. Damit soll die Basis zum Aufbau eines weltweit einheitlichen Meldesystems geschaffen werden.
Das EUSTITE Projekt Trainingkurse für Inspektoren
Blended Learning – E-Learning Modul
Das EUSTITE Teilprojekt Trainingskurse für Inspektoren wird unter Leitung des österreichischen EUSTITE Partners, Prof. Dr. Hubert Hrabcik, Generaldirektor für öffentliche Gesundheit des Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend durchgeführt. Seinem österreichischen Team gehören, Dr. Johann Kurz, Elisabeth Gerstl, Bernhard Gradinger (alle BMGFJ), und Vertreter der AGES PharmMed, Institut für Inspektionen, Medizinprodukte und Haemovigilanz an.
Inspektoren der für Gewebe zuständigen Behörden aus Italien (CNT), Irland (IMB), Dänemark (DMA), Frankreich (AFSSAPS) und Deutschland (PEI) unterstützen die Erstellung und Durchführung des Kurses. Weiters fungieren Dr. Johann Meinhart (Karl-Landsteiner-Institut) und. Univ. Prof. Dr. Hildegard Greinix (AKH Wien) als Experten in den Gebieten Zell-und Gewebegewinnung, -prozessierung und klinische Anwendung.
In den vergangenen Monaten wurde vom österreichischen Team ein E-Learning-Modul entwickelt, das allen AusbildnerInnen und KursteilnehmerInnen zur Verfügung steht. Darin sind folgende Themenbereiche zur Vorbereitung der KursteilnehmerInnen auf ihre Trainingskurse mit allen relevanten gesetzlichen Dokumenten, medizinischen und juridischen Erklärungen sowie logistischen Instruktionen und Lösungsvorschlägen zur adäquaten Umsetzung aufgelistet:
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EU Direktive 2004/23/EC und begleitende technische Direktiven
- EUSTITE Leitlinien zum Aufbau eines Inspektorates und der Durchführung einer Inspektion
- EUSTITE Bericht zu derzeit innerhalb der EU verwendeten Inspektionssystemen
- Informationen zur Wichtigkeit der Zell-und Gewebevigilanz und die von EUSTITE erarbeiteten Instrumente
- Medizinisch-technische Informationen zu den innerhalb der EU gewonnenen, prozessierten, gelagerten und verteilten Geweben und Zellen
- Leitlinien zur Beurteilung des Schweregrades eines im Rahmen der Gewebe-und Zellvigilanz erhobenen Mangels
- Diskussion des Verhaltens von InspektorInnen während einer Prüfung
Dieses E-Learing-Modul bietet auch eine ausgezeichnete Möglichkeit zum Meinungsaustausch sowohl zwischen den AusbildnerInnen als auch zwischen diesen und den KursteilnehmerInnen.
Zur Vorbereitung auf den ersten InspektorInnen-Trainingskurs, der vom 8. bis 12. September 2008 in Wien stattfinden wird, haben sich die KursteilnehmerInnen ab dem 16. Juni 2008 einem sechswöchigen elektronischen Kurs unter Verwendung des E-Learning-Moduls zu unterziehen, der folgende Lernziele hat:
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Woche 1 ab 16. Juni 2008: Leitung Stephanie Sullivan (London, Großbritannien),
- Überblick über derzeit in klinischer Verwendung stehende Gewebe und Zellen, deren Gewinnung, Bearbeitung, Lagerung und Anwendung.
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Woche 2 ab 23. Juni 2008: Leitung Johann Kurz (Wien, Österreich),
- Überblick zu gesetzlichen Regelungen innerhalb der EU auf dem Gebiet der Gewebe und Zellen.
- Woche 3 ab 30. Juni 2008: Leitung Eliana Porta (Rom, Italien),
- Reduktion des Risikos mittels Gewebe und Zellen übertragbarer Erkrankungen durch adäquate Spenderauswahl sowie
- Untersuchung der Spender und derer Gewebe und Zellen vor der klinischen Anwendung.
- Woche 4 ab 7. Juli 2008: Leitung Deirdre Fehily (Como, Italien),
- Überblick zu Leitlinien betreffend Inspektion, Audit und Gewebevigilanz
- Woche 5 ab 14. Juli 2008: Leitung Johann Kurz (Wien, Österreich),
- Validierung, Sterilisation und Qualitätsmanagement.
- Woche 6 ab 21. Juli 2008: Leitung Patrick Costello (Dublin, Irland),
- Import & Export, Nachverfolgbarkeit,
- qualitativ fragwürdige Produkte.
Die KursteilnehmerInnen haben die Möglichkeit, die elektronisch zur Verfügung gestellten Dokumente und Lehrunterlagen während der Kurswoche zu lesen und freitags mit dem für die Woche verantwortlichen TrainerInnen die Lehrinhalte unter Verwendung des E-Learning-Moduls zu diskutieren. Jede Kurswoche wird mit einer Selbstbeurteilung durch die KursteilnehmerInnen abgeschlossen.
Blended Learning – Präsenz Modul
Im Rahmen des im September 2008 erstmals in Wien stattfindenden Trainingskurses werden nach einem kurzen Überblick zu gesetzlichen sowie medizinisch-technischen Fragestellungen auf dem Gebiet der Gewebe und Zellen anhand von Fallbeispielen wichtige Inhalte für zukünftige InspektorInnen in Kleingruppen diskutiert und getroffene Entscheidungen allen KursteilnehmerInnen präsentiert werden. Damit soll eine intensive praxisnahe Ausbildung der InspektorInnen mit größtmöglicher aktiver Beteiligung und unter Hilfestellung durch anwesende ExpertInnen gewährleistet werden.
Folgende weitere Trainingskurse für InspektorInnen sind geplant:
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Dezember 2008 in Sofia, Bulgarien
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April 2009 in Kopenhagen, Dänemark
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July 2009 in Ostia, Italien
Englisch: European Union Standards and Training in the Inspection of Tissue Establishments
Nominations for Eustite Training Courses Open
The Eustite Training Courses for Inspectors will start in Mid June this year with the first e-learning module and the first residential course in Wien on September 8th – 11th. Three other courses will follow from Dember 2008 to Semptember 2009. Nominations to register to the courses are now open and can be sent through the Eustite email address. To get more information on the training program and to download the nomination form, please visit the page of the present website dedicated to the Training Courses.
Tools and Guidance for Vigilance and Surveillance
Last Updated ( Wednesday, 07 May 2008 )
The project’s proposals for vigilance of tissues and cells in the EU are open to consultation until May 21st 2008. The proposals include criteria for the reporting of adverse events to Competent Authorities, tools for the assessment of severity, imputability and impact and guidance on the management of events and reactions, including those with cross border implications. The document can be downloaded from the V&S page of this site and comments should be sent to the project email address info@eustite.org.
European Union Standards and Training in the Inspection of Tissue Establishments – EUSTITE
Last Updated ( Wednesday, 07 May 2008 )
EUSTITE is a 3 year project that has been funded by the European Union following the publication of 3 EU directives defining minimum standards of quality and safety for human tissues and cells that are applied to patients for therapeutic purposes. Examples are corneas that are donated after death and transplanted to patients during eye surgery, donated bone marrow that is used to treat patients with leukaemia or donated sperm that is used in assisted conception procedures. The EU Directives require Member States to ensure that procedures for collecting, processing, storing and distributing these tissues and cells are compliant with the standards defined in the Directives so that patients are treated with tissues and cells that will function as intended and will be safe.
The project proposes standardised guidelines for the conduct of inspections and tested tools for the training of inspectors in this field to support Member States in the implementation of these Directives. The project began on December 1st 2006 and was officially launched at a meeting of the partners in Rome on December 11th and 12th.
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